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Route von San Mateo

Herzlich Willkommen auf Gran Canaria. Ich werde Sie auf der Route begleiten, zu der Sie sich heute entschieden haben. Die Gemeinde Vega de San Mateo liegt nur 22 Kilometer von Las Palmas de Gran Canaria …

 

entfernt im Inselinneren. Dort wollen wir auch den höchsten Gipfel der Insel besuchen: den Pico de Las Nieves, dessen Gipfel 1.949 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Wenn Sie bereit sind, können wir sogleich aufbrechen.

Um die Inselhauptstadt zu verlassen, können wir den Autobahnring in Richtung Tafira nehmen oder die alte Hauptverkehrsstraße durch die Inselmitte. Wenn es Ihnen recht ist, wählen wir die Landstraße. Die Aussicht entlang dieser Strecke lohnt es allemal. Am Kreisverkehr bei Bandama fahren wir in Richtung Santa Brígida über die GC-15, um sodann Kurs auf San Mateo zu nehmen.

Ortsgeschichte

Bis weit ins 18. Jahrhundert war die Gegend bei den Kanariern al Tinamar bekannt. Erst später wurde sie in Vega de Matos nach ihrem Grundbesitzer, Juan de Matos, benannt, welcher hier das Majorat begründete, welches dieser Landschaft ihren Namen geben sollte. Vega de San Mateo war einst als “Vega Alta” (also die obere Au) ein Bezirk der Gemeinde Santa Brígida, welche ihrerseits ”Vega Baja” (die niedere Au) hieß. Mit der administrativen Unabhängigkeit Anfang des 19. Jahrhunderts nannte sich die neue Gemeinde San Mateo nach dem Schutzheiligen der Pfarrkirche des Orts, welche dem Apostel Mathäus geweiht ist.

Die Landschaft entfaltet ihren Liebreiz, wohin man auch blickt. Eine üppige Vegetation überzieht sie zu beiden Seiten der Straße, denn die Niederschläge und das günstige Klima machen aus diesem Tal einen der fruchtbarsten Teile der Insel. Die abwechslungsreichen Grüntöne, in welche sich die Landschaft über einen guten Teil des Jahres hüllt, wie das Ocker im Herbst und andere lebhafte Farben in den übrigen Jahreszeiten empfehlen diese Strecke für einen Ausflug, welcher zu den reizvollsten auf der Insel zählt.

Ortskern San Mateo

Am Ortseingang wird aus der GC-15, über die wir gekommen sind, die Avenida de Tinamar, ein Name, wie ich erwähnte, unter dem diese Gegend bereits seit vorspanischer Zeit bekannt war. Wenn wir den Ort von Nordwesten nach Westen Podríamos auf dieser Straße durchqueren, gelangen wir nach Tejeda. Doch wir wollen nicht eilen, denn damit würden uns die besten Ecken in dieser Gemeinde verborgen bleiben.

Wir wollen einen Halt einlegen. Stellen Sie den Wagen ab, ich werde Sie sodann durch den Ort führen, der viele Überraschungen bereit hält.

Pfarrkirche San Mateo

Zu den malerischsten Gebäuden im Ort zählt die Pfarrkirche San Mateo Apóstol, welche die Ortsmitte an der Hauptstraße oder Calle Principal beherrscht. Der Bau der zweischiffigen Kirche zog sich ein Jahrhundert in die Länge. Das erste Kirchenschiff wurde 1800 begonnen, während das zweite erst 1895 in Angriff genommen wurde. In der Mitte über der Fassade thront ein Glockengiebel, welcher vom bekannten kanarischen Bildhauer José Luján Pérez entworfen wurde. Die Glocke stammt aus Kuba und wurde von Auswanderern der Insel gestiftet, welche auch Mittel für den Bau des Glockenturms spendeten. Der eklektische Bau ist deutlich von der Neoklassik geprägt. Sehenswert ist die Figur des Hg. Mathäus aus dem 17. Jahrhundert, welche gleichfalls Luján Pérez zugeschrieben wird.

Auf die Auswanderer werden wir wiederholt zu sprechen kommen, da ihnen eine wichtige Rolle zukam.

Die Pfarrkirche San Mateo hatte ihre Bewandtnis bei der Verselbstständigung der Gemeinde. Das 18. Jahrhundert war gerade angebrochen, als die Kapelle San Mateo am 25. Oktober 1800 vom Bischof Verdugo zur Pfarrei erhoben wurde. Die Gründe, die seinerzeit dafür verfochten wurden, waren, dass die Kapelle die Seelsorge für eine ausreichende Zahl Gläubiger leistete, um eine eigene Gemeinde zu bilden, ohne von Santa Brígida abhängig zu sein. Weitere Gründe waren die weite Entfernung zwischen den Dörfern und der schlechte Zustand der Wege, wodurch es den Kirchgängern von San Mateo durchaus nicht einfach war, die Pfarrei in Santa Brígida zu besuchen.

Wie in vielen anderen Gemeinden der Insel war die Verselbstständigung als Pfarre der erste Schritt zur Erlangung der administrativen Unabhängigkeit als Kommune. Wie nicht anders zu erwarten, verlangten die Einwohner kurz nach der Emanzipation als Kirchengemeinde auch die vollständige Unabhängigkeit von Santa Brígida. Bereits am 22. Dezember 1800 wurde das Verwaltungsverfahren bei der Real Audiencia, der damals höchsten Justizbehörde Spaniens, eingeleitet. Der Antrag beinhaltete auch die Bestellung öffentlicher Ämter, eines Bürgermeisters, Abgeordnete usw. Wenig später wurde dem Ort die administrative Unabhängigkeit vom Nachbarort gewährt. Man schrieb den 16. Dezember 1801.

Doch zurück ins 21. Jahrhundert!

 

Alameda de Santa Ana

So wie wir aus der Kirche heraustreten, um uns über die Calle Principal abwärts zum tieferen Teil der Ortschaft zu wenden, stoßen wir linker Hand auf die Alameda de Santa Ana, seit jeher der Treffpunkt und Veranstaltungsort für die Festlichkeiten der Vegueros, wie man die Einwohner von San Mateo auf der Insel nennt.

Der Musikpavillon auf der Promenade fügt sich in das kokette Ensemble mit dem heutigen Rathaus, welches aus dem Jahr 1943 stammt.

Da kann man sich gut ausmalen, wie hier das Leben vor einem halben Jahrhundert noch aussah… Damit Sie sich ein vollständiges Bild von jener Zeit machen können, bedarf es einiger Hintergrundinformationen. Auch heute noch ist der Ort für seinen Viehmarkt bekannt, welcher einmal im Jahr am 21. September stattfindet und mit Sicherheit einen Besuch wert ist. Hier werden die besten Tiere aus der Gegend vorgestellt. Der Viehmarkt schaut auf eine lange Tradition zurück. Hier an dieser Stelle wurde auf einer Tierschau das Vieh mit Chancen auf den Preis im Kreis der Händler und Viehzüchter vorgeführt. Zum Takt ihrer Tritte spielte die Musikkapelle von diesem Pavillon auf, um die Stimmung aufzuheitern.

Beschwingt wollen auch wir über die Calle Principal weitergehen, aber nicht im Takt des Pasodoble, sondern in unserem eigenen Rhythmus.

 

Ermita de Lourdes

Wir laufen über den linken Gehsteig und biegen in die Calle Lourdes ab, welche nach der schmucken Kapelle benannt ist.

Die Ermita de Lourdes fasst gerade mal 30 Personen. In ihrem Inneren wird eine Marienfigur in Miniatur aufbewahrt. Das Fest der Virgen de Lourdes wird wieder seit 1973 begangen. Jedes wird die Kapelle im Februar zu diesem Anlass herausgeputzt. Bevor wir den Weg fortsetzen, empfehle ich Ihnen einen Abstecher durch die Calle Calvario mit ihrem Ausblick auf die Schlucht, deren Abschnitt an dieser Stelle als Barranco del Retiro bzw. Barranco de los Chorros bekannt ist. Riechen Sie den Geruch nach nasser Erde und Blüten oder hören Sie den Vogelgesang an diesem idyllischen WInkel? Erfreuen Sie Ihre Sinne, ich warte derweil in der Calle Principal auf Sie.

 

Calle Principal

Wir setzen den Weg über die Calle Principal fort. Dort an der Hausnummer 9 treffen wir auf ein über 100 Jahre altes Gebäude. Dies ist allerdings nicht das Besondere an ihm. Es weckt das Interesse vor allem dadurch, dass hier Juan Negrín mit seiner Familie lebte. Der auf Gran Canaria gebürtige Negrín war Arzt und Politiker und Ministerpräsident der II. Spanischen Republik von 1937 bis 1945. Eine der wichtigsten Kliniken auf der Insel trägt heute seinen Namen: das "Hospital Dr. Negrín”. Dieses Gebäude sah somit eine der berühmtesten Persönlichkeiten der Insel aufwachsen.

 

Parque del Dr. Fleming

Wir lassen das Geburtshaus von Juan Negrín rechter Hand zurück und biegen in die “Vuelta oder Curva del Chorrillo” ein, ein weiterer reizender Winkel, an dem sich der Parque Dr. Fleming befindet. Die Einheimischen kennen ihn eher als “Park der Verliebten”: ein kleines lauschiges Plätzchen, um auszuruhen und die Stille zu genießen.

Wir machen einen letzten Schlenker entlang der Rückseite des Rathauses, bevor wir die andere Seite der Avenida Tinamar gelangen. Weshalb, werden Sie gleich sehen. Über einen kleinen Durchstich gelangen wir auf die Calle La Caldereta, eine verkehrsberuhigte Gasse, die uns daran erinnert, wie einst die Dorfstraßen waren.

 

La Caldereta

An diesem Aussichtspunkt öffnet sich ein Panoramablick auf die Höhenzüge der Gemeinde, den Ortskern von San Mateo und die Schlucht Barranco de Los Chorros in Richtung des Barranco Guiniguada.

Hier an der sogenannten Caldereta, deren Name auf einen alten Vulkankrater hinweist, befinden wir uns am einstigen Siedlungskern von San Mateo. Die Bauweise der Gebäude ist typisch für die traditionelle kanarische Architektur: Die zweigeschossigen Häuser mit Giebel- oder Walmdächern fügen sich harmonisch ins Landschaftsbild. Der Ort erhält noch eine Vielzahl seiner Einrichtungen aus vergangenen Tagen wie das Dorfkino, ein Jugend- und Kulturzentrum, das ehemalige Rathaus oder den Ausstellungssaal La Caldereta in einem alten Wohngebäude in kanarischer Bauart, das bei seiner Restaurierung für seine neue Bestimmung entsprechend hergerichtet wurde. Im gleichen Gebäude befindet sich auch die Informationsstelle für Touristen. Ein Besuch dort ist durchaus sinnvoll. Lassen Sie sich ruhig Zeit.

Wenn Sie sich nun nach allem erkundigt haben, wollen wir –bevor wir zum Auto zurückkehren– die Straße überqueren und einen der meistbesuchten Märkte auf der Insel besuchen. Er befindet sich drüben in den Hallen mit der Aufschrift „Mercado Agrícola y Artesanal de Vega de San Mateo“

 

Markt

La Vega de San Mateo zieht jedes Wochenende im Jahr scharenweise Besucher an, die sich auf diesem Markt mit frischen Erzeugnissen eindecken. Ob Käse, Wein, Gemüse oder Obst, alle Produkte sind ausgezeichnet. Auch gibt es Stände für Heilpflanzen ebenso wie ein vielfältiges und originelles Angebot traditioneller Handwerksprodukte wie Körbe, kanarische Messer oder Leder- und Holzwaren. Wer weiß, vielleicht finden sie darunter ein nettes Andenken oder Mitbringsel.

Während Sie sich umschauen und die Angebote der Stände durchstöbern, warte ich solange hier draußen bei einer Tasse Kaffe und denke mir aus, welchen Ort wir als nächstes besuchen.

 

Aldea de Utiaca

Wir wollen weiter ins Bergland vorstoßen und einen weiten Teil des Gebiets dieser Gemeinde durchqueren, das 37,89 km² misst. Das sind ca. 2,5 % der Fläche von Gran Canaria. Unser nächster Halt ist Utiaca. Doch was ist Utiaca?

Ein pittoreskes Dorf im Norden der Gemeinde, das nur 4 Kilometer von hier entfernt und auf einer Höhe von 850 m liegt. Von besonderem völkerkundlichen Interesse sind die Mühle und die alten Waschplätze. Wir fahren weiter entlang der Hauptstraße bis zur Kreuzung, wo wir auf den Wegweiser achten müssen.

Da ist er schon: Teror-Tejeda. An der Kreuzung fahren wir Richtung Teror über die GC-42.

Wir sind angekommen und durchqueren den Ortsteil bis zum Ortsausfahrtsschild. Dort finden wir einen Parkplatz, wo wir den Wagen abstellen können, um bequem zu Fuß weiterzugehen. Wie sie sehen, liegt hier alles nahe beieinander, sodass wir das Auto eine Weile entbehren können. Hier auf dem Land sehen wir, wie die Bauern die Felder bestellen und woher die Erzeugnisse stammen, denen wir vorhin auf dem Markt begegnet sind. Wasser ist hier reichlich vorhanden, in Quellen, Bewässerungsgräben und im Bach des Barranco de La Mina.

 

Barranco de la Mina

Mit der Eroberung von Gran Canaria 1477 und 1483 wurden das Land und die Wasserressourcen in den Gipfelregionen neu verteilt. Um das Wasser zu sammeln, wurden Stollen, lange Gräben und Kanäle angelegt, um das Wasser zu den Feldern zu leiten.

Der Name der Schlucht leitet sich aus einem Stollen ab, welcher das Wasser aus dem Einzugsgebiet bei Tejeda nach Guiniguada leitet und den Bach ständig mit Wasser versorgt. Hier kreuzen sich mehrere Wanderwege, die durch das Inselinnere mit seinen Tälern und Schluchten verlaufen. Gerade die Gipfelregionen und die angrenzenden Täler laden mit vereinzelten Wasserfällen, Viehweiden und einer reichen endemischen Flora laden zum Wandern ein. Unter allen Wanderwegen des weiten Wegenetzes ist der Barranco de la Mina besonders reizvoll. Doch überzeugen Sie sich selbst, jetzt kennen Sie den Ort und brauchen nur wiederzukommen.

Wir kehren nun zum Parkplatz zurück, um die Fahrt fortzusetzen. Hinter uns bleiben die ländlichen Häuser zu beiden Seiten der Straße, welche nach Vega de San Mateo den zweitgrößten Ort der Gemeinde bilden. Uns bleibt der Geschmack nach Tradition, der vom trockenen Gestein ihrer Bauten mit ihren Giebeldächern ausgeht.

Angesichts dieser schönen Aussichten verspürt man wenig Eile, doch der nächste Halt liegt nicht weit von hier. Wir fahren im Auto den gleichen Weg auf der GC-42 zurück bis auf die GC-15, über welche wir weiter hinauffahren, bis wir zu einem Kreisverkehr gelangen, wo wir die Straße nach Tejeda einschlagen. Wir dringen immer weiter in die Gipfelregion vor, welche das Tal des Guiniguada krönt. Dieses besteht aus mehreren Schluchten, unter denen der Barranco de La Mina mit seinen Bächen und Nebenläufen sicherlich besondere Beachtung verdient.

Die Wasserläufe haben das Gelände tief zerfurcht. Die spärlichen ebenen Stellen und Terrassenhänge werden für die Landwirtschaft genutzt.

In einigen Minuten erreichen wir Lagunetas. Dort stoßen wir auf die meisten Feldterrassen der Insel.

 

Las Lagunetas

Der Weiler liegt auf 1.100 Metern Höhe. Entsprechend häufig trifft man hier über weite Strecken des Jahres auf Nebel, welcher für eine der schönsten Bilder dieser Insel verantwortlich ist: das Wolkenmeer an unseren Gipfeln. Wer weiß, vielleicht haben wir unterwegs die Gelegenheit, den Nebel zu sehen, wie er sich in die Täler senkt und die Landschaft mit Ausnahme weniger Felsspitzen einhüllt, welche in der Luft zu schweben scheinen. Bisweilen versinken auch die Ortschaften im dichten Dunst. Wenn Sie das Glück haben, die Landschaft in Wolken gehüllt zu sehen, vergessen Sie nicht die Scheinwerfer einzuschalten.

Wir erreichen nun Las Lagunetas, ein Auswandererdorf, dass seinen Heimkehrern stets einen festlichen Empfang bereitet hat. Viele Töchter und Söhne dieses Landstrichs mussten ihr Glück in der Ferne suchen. Das ist keine Legende, viele brachen nach Amerika auf und manche kehrten zurück. Eines seiner Besonderheiten ist daher das Ortsfest: die Fiesta de los Indianos, das auf das Jahr 1909 zurückgeht.

Das schlichte aber tief in der wechselhaften Geschichte des Bergorts verwurzelte Fest gedenkt dabei alljährlich seiner Nachkommenschaft in der Neuen Welt und verdeutlicht die Bedeutung der Auswanderung in der Geschichte dieser Insel. Das Interesse an der Erhaltung dieses Fests hat die Gemeindeverwaltung von Vega de San Mateo auf den Plan gerufen, welche sich für seine Anerkennung als Kulturgut einsetzt.

Kulinarische Spezialitäten sind Kressen- oder Raukeneintopf zu Gofio mit Käse aus regionaler Produktion –ein Genuss und stärkende Nahrung für die Weiterfahrt. Auch ist die Gegend bekannt für ihre Schweinebraten. Während Sie weiter auf den Verkehr achten, seien auch flüchtig die schmackhaften Weine erwähnt, die gut zum frischen Klima passen. Da fällt mir übrigens eine passende Alternative ein. In allen Restaurants der Gegend kann man die roten oder lieblichen Weine aus der Region erstehen, die auf der Insel sehr beliebt sind. Auf diese Weise können Sie den Wein bei anderer Gelegenheit kosten.

Nach dem Essen, gibt es nichts besseres als einen Spaziergang über die Gipfel, weshalb wir uns nun dorthin begeben wollen.

Wir kehren zur GC-15 zurück und fahren zu einem der sehenswertesten Punkte der Insel, den Pass Cruz de Tejeda.

 

Cruz de Tejeda

Der Pass erwartet Cruz de Tejeda erwartet uns mit einer der idyllischsten Aussichten der Insel. Ein mächtiges Steinkreuz zeigt den EIngang zum Parador Nacional. An den Ständen davor finden wir typische Erzeugnisse aus der Gegend wie Decken, Bienmesabe oder Marzipan aus Tejeda.

An dieser Stelle in der Inselmitte kreuzten sich einst die Wege durch das Zentralmassiv. Noch Ende der 1930er Jahre lag der Pass noch verlassen, auch wenn in seiner Nähe einige unbestellte Felder und ein Kreuz lagen. Auch wurden hier die Schaf- und Ziegenherden zusammengetrieben, wenn sie in den Sommermonaten in den Bergen auf die Weide geführt wurden. Nach 1938wurde der Pass mit dem Bau einer Herberge, welche der kanarische Künstler Néstor Martín Fernández de la Torre gestaltete zu einem Publikumsmagneten für die Besucher der Insel.

Heute führen Straßen von San Mateo, Tejeda und Artenara hierher. Vom Rastplatz gehen zudem eine Reihe von Wanderwegen aus, die auf den alten wieder hergerichteten Pfaden verlaufen, welche die verschiedenen Teile der Insel noch vor den Straßen verbanden.

Der Pass ist nach dem dunklen Steinkreuz benannt, welches den Mittelpunkt der Insel anzeigt.

Wenn Sie möchten, können wir uns gerne in den Parador von Cruz de Tejeda auf eine heiße Schokolade begeben, während ich Ihnen etwas die Geschichte des Gebäudes erkläre.

Hineinspaziert.

Der Nordteil des Parador liegt auf dem Boden der Gemeinde Vega de San Mateo, während der Südteil auf Boden von Tejeda steht. Das Gebäude ist eine alte Herberge, die von der Inselbehörde 1937 nach einem Entwurf von Néstor eingerichtet wurde. Von 1968 bis 1980 gehörte es zur staatlichen Hotelkette. Als es den Status eines Parador verlor, wurde es als Gasthaus mit Restaurant und Terrasse betrieben. Nach seiner Renovierung hat es wieder seinen Platz in der Hotelkette der Paradores Nacionales eingenommen.

Möchten Sie noch etwas zu sich nehmen?

Nun dann wollen wir jetzt den Ausflug fortsetzen und den höchsten Gipfel der Insel aufsuchen. Dort erwartet uns das Wolkenmeer mit einem grandiosen Spektakel, das sich nicht nur sehen lässt, sondern auch sehr gut durch die Kamera aussieht.

 

Pico de las Nieves

Der Pico de las Nieves ist der höchste Gipfel auf Gran Canaria. Mit seinen 1.949 Metern höhen ist er auch der höchste Berg der Provinz Las Palmas, zu der die Inseln Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria gehören.

Der Gipfel erhebt sich am geographischen Mittelpunkt der Insel an der Grenze zwischen den Gemeinden San Bartolomé de Tirajana, Vega de San Mateo und Tejeda. Er krönt den südlichen Höhenzug des Hochlands von Gran Canaria. Die sanften Hänge an der Nord-, Ost- und Westseite kontrastieren mit der schroffen Südseite, deren Wände abrupt hunderte von Metern in die Tiefe stürzen und die Wände des Kessels der Depresión de Tirajana bilden. Die Hänge wurden in den 1950er Jahren wieder mit kanarischer Kiefer aufgeforstet. Inmitten der Pinien wachsen auf steinigeren Lagen gelber Ginster und andere an die Höhe und strengen klimatischen Verhältnisse angepasste Pflanzen wie Argyranthemum adauctum, Micromeria lasiophylla oder Weißer Salbei. Der Gipfel selbst ist ein nicht begehbarer Felsen, der nicht weit vom Aussichtspunkt beginnt, dem wir uns über die GC-150 nach Pico de las Nieves nähern und nur 5 km vom Pass Cruz de Tejeda entfernt liegt.

Schauen Sie, wir können bereits die ersten Pinien sehen, was uns darauf hinweist, dass wir das Erholungsgebiet von Llanos de Ana López in der Umgebung von Cueva Grande erreichen. Das Areal mit der für die Gipfelregion von Gran Canaria typischen Vegetation ist mit Picknicktischen, Grillnischen und einem Spielplatz ausgestattet. Wir lassen Los Llanos zurück und nach einigen Serpentinen bergauf durch die zauberhaft anmutende Landschaft erreichen wir den Aussichtspunkt Pico de Las Nieves. Hier wollen wir aussteigen.

Nahezu das gesamte Gelände der Gipfelregion des Pico de las Nieves gehört den spanischen Streitkräften, die hier über mehrere Radar- und Funkanlagen verfügen. Genießen Sie den Ausblick, ich werde derweil einige Bilder schießen.

Unser letzter Halt, wo ich mich von Ihnen verabschieden werde, führt uns nach Pozo de las Nieves.

 

Pozo de las Nieves

Der sogenannte Schneebrunnen auf einer Höhe von 1961 war der Ort, wo der Schnee von den Gipfeln zum Weitertransport zur Inselhauptstadt eingelagert wurde. Der Schnee wurde im Hospital San Martín zu therapeutischen Zwecken genutzt und später auch zur Bereitung von Eis verwendet. Heute ist dieser Schneebrunnen ein Zeitzeuge vom Leben in vergangenen Tagen. Ein Spaziergang über diese Höhen ist angenehm, vorausgesetzt, unsere Kleidung ist angemessen für die frischen Temperaturen. Vielleicht hilft die Kälte, diese schönen Szenen, die wir heute erlebt haben, einzufrieren und in Erinnerung zu behalten. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Heimfahrt.

Vielen Dank und bis bald!


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